Ausbildungskonzept der Gemeinschaftsschule Friedrichsort
Die Ausbildung der Lehrkräfte in Ausbildung ist geregelt durch die OVP (Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Lehrkräfte ) vom 22. April 2004 und durch die Allgemeinen Ausbildungsstandards (Siehe "Informationen zum Vorbereitungsdienst", Heft 3, S. 10 - 12). Das vorliegende Ausbildungskonzept der IGF dient der Ergänzung und Spezifizierung im Hinblick auf die Besonderheiten der Schule als Integrierter Gesamtschule (mit gymnasialer Oberstufe) und auf das Schulprogramm der IGF.
I. Ausbildungsmöglichkeiten Grundsätzlich kann in allen drei Schularten des gegliederten Schulsystems und in allen Fächern durch qualifizierte Lehrkräfte ausgebildet werden. Zurzeit gibt es im Kollegium vier zertifizierte und zwei teilzertifizierte Ausbildungslehrkräfte.
II. Kooperation mit anderen Schulen Die IGF ist als Ausbildungsschule offen für die Zusammenarbeit mit anderen Schulen. Im Allgemeinen ist die Kooperation von den Lehrkräften i. A. bzw. ihren Mentorinnen und Mentoren selbstständig zu regeln. Für Lehrkräfte i. A. im Bereich der Grund- und Hauptschule findet die Ausbildung in Kooperation mit der benachbarten Fritz-Reuter-Grundschule statt.
III. Grundsätze der schulinternen Ausbildung
A. Einsatz: Lehrkräfte i. A. werden im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten als vollwertige Lehrkräfte mit allen Rechten und Pflichten betrachtet. Sie werden auch eingesetzt für Aufsichten, Frühaufsichten, bei Schulfeiern, Projekttagen und -wochen entsprechend ihrer Wochenstundenzahl, darüber hinaus auch bei Wandertagen, Klassen- und Kursfahrten, jedoch nicht als Klassenleitungen. Die Teilnahme an Elternabenden und Elternsprechtagen ist verpflichtend. Für Lehrkräfte i. A. im Grund- und Hauptschulbereich kann der Einsatz auch in der Klassenstufe 10 erfolgen. Die Lehrkräfte in Ausbildung sollen in den mündlichen Prüfungen als Beisitzer eingesetzt werden. Als fachspezifisch gilt für Lehrkräfte i. A. der Fächer Erdkunde und Geschichte der Einsatz im Fach Weltkunde in den Klassenstufen 5 bis 10, für Lehrkräfte i. A. der Fächer Biologie, Chemie, Physik der Einsatz im Fach Naturwissenschaften in den Klassenstufen 5 bis 8, für Lehrkräfte i. A. im Fach Wirtschaft/Politik der Einsatz im Fach Wirtschaftslehre in den Klassenstufen 7 bis 10.
B. Organisation: Hospitationen und Besprechungsstunden Die Stundenpläne der Lehrkräfte in Ausbildung und ihrer Mentorinnen und Mentoren sind so abgestimmt, dass gegenseitige Hospitationen in einigen Stunden möglich sind; zusätzlich soll eine wöchentliche Besprechungsstunde ausgewiesen werden. Nach Absprache sollen Hospitationen auch bei anderen Lehrkräften der Schule möglich sein. Neben den Unterrichtsbesuchen der Mentorin bzw. des Mentors werden die Lehrkräfte i. A. nach Bedarf, mindestens aber einmal pro Halbjahr durch den Schulleiter/die Schulleiterin oder ein von ihm/ihr beauftragtes Mitglied der Schulleitung in ihrem Unterricht besucht. Diese Stunden sind von den Lehrkräften i. A. mit einem schriftlichen Unterrichtsentwurf vorzubereiten und werden anschließend im gemeinsamen Gespräch ausgewertet.
C. Ausbildungslehrkräfte und Koordinator/in Mit der Leitung der Ausbildung ist die Koordinatorin/ der Koordinator beauftragt. Die pädagogische, fachdidaktische und methodische Anleitung der Lehrkräfte i. A. erfolgt durch die Mentorinnen und Mentoren. Sie werden unterstützt durch die Koordinatorin/den Koordinator. Sie/er führt am Anfang der Ausbildungszeit mit den Lehrkräften i. A. ein Gespräch mit den Schwerpunkten: - Einführung in das Konzept der Ausbildung - Einführung in die organisatorischen Abläufe an der Schule Des Weiteren steht die Koordinatorin/der Koordinator als Ansprechpartner/in für alle schulischen Fragen und Ausbildungsfragen zur Verfügung.
D. Schulspezifische Ausbildungsinhalte Ein Schwerpunkt der Ausbildung an der IGF liegt im Umgang mit heterogenen Lerngruppen. Die Lehrkräfte i. A. sollen eingeführt werden in die Praxis der Binnen-Differenzierung und weitere Möglichkeiten der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern, entsprechend dem Schulprogramm besonders auch in die Nutzung von Formen und Methoden des selbstständigen Lernens und Arbeitens der Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel Projektunterricht, Wochen-planarbeit, Teamarbeit. Erwünscht ist darüber hinaus die Mitarbeit der Lehrkräfte i. A. je nach Fächern und persönlicher Neigung in anderen Schwerpunktbereichen der Schule, zum Beispiel dem Ganztagsbetrieb mit Mittagsfreizeit, der Berufsvorbereitung, der Unesco-Arbeit, der Weiterentwicklung des künstlerischen Profils, der Arbeit mit Computern und allgemein der Weiterentwicklung des Schulprogramms.
E. Lehrkräfte i. A. und das Kollegium Das Kollegium unterstützt die Lehrkräfte i. A. durch allgemeine Hilfestellung, gegebenenfalls Bereitschaft zu Hospitationen (siehe oben III, B) und besonders durch intensive Einbindung in die Fach- und Jahrgangsfachgruppen. Der Austausch mit den Lehrkräften i. A. wird als wichtiger Impuls für die Schulentwicklung betrachtet. IV. Das vorliegende Ausbildungskonzept versteht sich als offenes Konzept, das fortgeschrieben werden soll. (Beschluss der Lehrerkonferenz am 27.Februar 2007)